Aktuell

Ein Einakter – vermeintlich wenig Musik und ein eingängiger Plot.

Tschechow beschreibt in seiner kleinen Vaudville eine trauernde Witwe, die sich geschworen hat, nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Sie wird aber von einem Gutsbesitzer aufgesucht, der sie um das Geld bittet, welches ihr verstorbener Man ihm schuldet. Sie kann nicht zahlen, er braucht es jetzt. Der Streit kann beginnen. Und dauert gut eine Stunde bis sich die zwei fast duellieren und dafür ineinander verlieben.

Auch Waltons Musik ist eigentlich eingängig – bedient er sich doch frisch und froh eines breiten Spektrums aus der Musikgeschichte. Und doch:

Tschechows Charaktere sind so differenziert gemalt, Waltons Musik so raffiniert komponiert, dass man selbst nach Wochen der Proben noch an Details arbeitet. Und langweilig wird es dabei nie. Ein wahrlich gelungenes Stück, das vom 12.-22.9. in der Heubühne erklingt.

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Die Orchestersitzproben legen offen, was die Hauptcharakteristik von Klaus von Heydenabers Stück darstellen: es bewegt sich leichtfüssig, manchmal abrupt, manchmal elegant zwischen verschiedensten Musikstilen. Vielleicht sitzt da sogar der eine oder andere Jazzliebhaber im Opernpublikum…

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Die diesjährige Eröffnungsproduktion des Theaters Luzern beschreiten im Feld der Oper ganz neue Wege und stellt dabei ein häufiger Topos der Opernliteatur in den Mittelpunkt:

Im Amt für Todesangelegenheiten ist eine Slapstick-Oper von Klaus von Heydenaber under der Regie von Viktor Bodo und der musikalischen Leitung von Will Kelley.

Sie stellt Handlung vor Wort und interpretiert den operistischen Tod immer wieder neu…

Infos unter Theater Luzern.

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Gelungene Vorpremiere der Zaubergeige in Arosa. Nach zwei weiteren Vorstellungen heute freuen wir uns auch auf die drei ausverkauften Vorstellungen im Heimatort von Operetta giò’n Plazzetta in Ardez nächste Woche!

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Prima Volta: Der Titel eures Konzertbeitrages ist „Anything goes“: Was dürfen – oder müssen – wir erwarten?
Gianna Lunardi:Unser Programm hält eine bunte Mischung an musikalischen Epochen und Stilistik für das Publikum bereit. Uns fasziniert die Möglichkeit, verschiedenste Stücke zu kombinieren und z.B. ein romantisches Quartett neben ein close-harmony-Stück zu setzen. Dies ermöglicht dem Publikum, mit „geputzten“ Ohren den verschiedenen Stücken zu lauschen und so alles ein wenig anders zu hören als normal.
Gleichzeitig versuchen wir auch aus der starren Konzertsituation herauszukommen und für jedes Stück ein adäquates Setting zu finden. Das Publikum hat aber dabei nichts zu befürchten…

PV: Was verbindet euch alle oder warum bildet ihr zusammen das Ensemble Syrinx?
GL:Uns verbindet eine grosse Freude an der kammermusikalischen Tätigkeit und die Liebe zur Musik, die wir zusammen auswählen.
Kammermusik bietet eine einmalige Gelegenheit, als SolistIn die Gratwanderung zwischen der aktiven musikalischen Gestaltung und dem Abgeben von Kontrolle zu meistern. Unsere Arbeit geschieht immer basisdemokratisch, was zuweilen schon dazu führen kann, dass die Fetzen fliegen – aber genau deswegen stehen wir dann mit einem guten Resultat auf der Bühne. Es ist wohl dieser Wunsch nach einem tieferen Verständnis der interpretierten Musik, der uns alle bei der Stange hält. Daran wachsen wir gemeinsam und auch jeder für sich.

PV: Interpretiert ihr lieber neue oder alte Musik – oder wie ist euer Repertoire zustande gekommen?
GL:Unser Repertoire ist wohl deswegen so breit, weil wir alle sehr neugierig und offen an die verschiedenen Stile herangehen und auch jeder von uns ein anderes Spezialgebiet hat, von dem das ganze Ensemble dann profitiert. 

PV: Was muss ein Stück leisten, damit es in euer Repertoire aufgenommen wird?
GL:Es muss schön oder spannend sein, den jeweiligen Stimmen gerecht werden und alle müssen damit einverstanden sein, dass wir es machen. Angefangen hat Syrinx mit den Liebesliederwalzern von Brahms, die zum Standardrepertoire in der Quartett-Literatur gehören und die man, wie wir finden, unbedingt gemacht haben muss. Zu diesen Standardwerken kombinieren wir dann andere Werke, die einen Kontrast setzen oder ergänzen. Häufig schlägt jemand von uns etwas vor, wir singen es dann in einer Probe an und entscheiden, ob es funktioniert.
Ein spannendes und für uns neues Projekt erwartet uns im nächsten Jahr: Wir werden mit dem Saxophon-Quartett Strax Bravura ein spielerisches Programm ersinnen und die Kombination von Doppelquartett in ihren Möglichkeiten erforschen.

PV: Was ist euer grösster Erfolg bzw. wann empfindet ihr einen Auftritt als gelungen?
GL:Ein gelungener Auftritt ist für uns, wenn wir auf der Bühne Spass haben, uns gegenseitig gut spüren und der Funken auf das Publikum überspringt.

Gianna Lunardi ist Mezzosopran im Ensemble Syrinx und spricht für alle Mitglieder.

Homepage Prima Volta: http://prima-volta.ch/wie-man-zu-geputzten-ohren-kommt/

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