Biographie

„…besonders die Mezzosopranistin Gianna Lunardi trug mit ihrer warmen und farben­reichen Stimme einen guten Teil dazu bei, dass es am Sonntagabend gelang.“ (Zürichsee-Zeitung, 20.11.17)

Ihr italienisches Timbre, ein starker Ausdruck und ihr Streben nach stimmlicher Weiterentwicklung zeichnen die Mezzosopranistin aus. So nahm sie, nach mehrjährigem Unterbruch, den sie der musikalischen Praxis und der Stimmarbeit widmete im Herbst 2017 wieder das Studium auf, um ihre bis dato erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen aufs Beste zu komplettieren. Parallel zum Master-Studium bei Judith Schmid freut sie sich nach ihrem ersten Engagement in Schumann’s „Szenen aus Goethes Faust“ im Theater Luzern auf die Interpretation von Gianna in der diesjährigen Eröffnungsproduktion „Im Amt für Todesangelegenheiten“ von Klaus von Heydenaber. 

Lebenslauf 

Gianna Lunardi wuchs in Winterthur auf und erhielt dort auch ihre erste musikalische Ausbildung mit Violin-, Gesangs- und Klavierunterricht. Eine intensive Beschäftigung mit der Musik führte sie mit 16 Jahren nach Schweden, wo ihre musikalische Tätigkeit erstmals in den Mittelpunkt stellte.

Nach abgeschlossnerer Matura wurde sie ins Vorstudium bei David Thorner in Winterthur aufgenommen und begann anschliessend im Sommer 2008 ihr Gesangstudium bei Jane Thorner an der Zürcher Hochschule der Künste, welches sie mit Auszeichnung mit dem Master of Arts in Music – Pädagogik im Sommer 2013 abschloss. Wegen ihren herausragenden Leistungen im pädagogischen Bereich wurde sie mit dem Preis der Werner und Berti Alter-Stiftung honoriert.

Lehr- und Wanderjahre

Nach dem Studium arbeitete sie mit Raymond Connell (London) an ihrer stimmlichen Weiterentwicklung. Daneben folgten erste Engagements. Sie debütierte als Hermine in Paul Suits’ Kammeroper „Die Göttin im Kater“(Urauffürung) im Herbst 2013. Im Wintert 2014/15 erntete sie Schlagzeilen als Prinz Orlowsky, der in Strauss’ Operette “Die Fledermaus“ im Theater Arth als Conchita Wurst inszeniert war, an der Première erstmals die Bühne betrat. 

Ihr komisches Talent und ihre Vielseitigkeit demonstrierte sie als 2. Dame in Mozart‘s „Zauberflöte“ in der Schlossoper Hallwyl im Sommer 2015 und als Alice Bean im Musical „Titanic“ auf der Seebühne Melide (Produktion der Walenseebühne Ticino, Sommer 2016).

Im barocken Pasticcio „Ariadne – eine Frau sieht rot“ (Oper mal anders, Luzern, Sommer 2017), durfte sie als Oenone mit Spezialisten des barocken Faches zusammenarbeiten und im Sommer 2018 die neu geschaffene Rolle der Baronessa in der erweiterten „Zaubergeige“ von Offenbach interpretieren (Operetta giò’n Plazzetta Ardez) .

Sängerische Tätigkeitsfelder

Gianna Lunardi ist Mitglied verschiedenen Formationen und pflegt dabei eine grosse stilistische Diversität. 

Als Mitglied des Vokalensembles Zürich unter der Leitung von Peter Siegwart wirkte sie in diversen Projekten, darunter den Königsfelder Festspielen und dem Musiktheater „Die Reise nach Comala“ (Uraufführung 2017) von Germán Toro Pérez mit. Mit der Zürcher Sing-Akademie durfte sie schon mit namhaften Dirigenten, wie zum Beispiel David Zinman, Roger Norrington und Charles Dutoit arbeiten. Ihr eigenes Vokalquartett Syrinx pflegt die Kombination von romantischem Repertoire mit dem Broadway-Stil der 20er Jahre des 20.Jahrhunderts. 

Kammermusikalische Projekte im Liedbereich mit der Pianistin Seraina Braun und andere Kombinationen, wie zum Beispiel mit Gitarre oder Saxophon komplettieren das musikalische Schaffen der Künstlerin. 

Höhepunkte ihrer Konzerttätigkeit als Solistin bildeten Auftritte in der Tonhalle Zürich u.a. in Beat Furrer‘s FAMA und im Hayden-Oratorium.